Blacte bisantie [Räucherklaue]
Blacte bisantie riechen nach Gewürz und Spezerei, sehr gut und stark, denn das Tier frisst die feine indische Narde.
Blacte bisantie, in griechischer Zunge, arabisch Achafar, in Latein Ungula aromatica, das ist «Wohlriechende Klaue» oder Nagel.
Serapio: Es ist ein Schneckenhäuslein aus dem Geschlecht der Ostracori (Muschelschnecken) und auch von den purpurfarbenen Schnecken. Die werden in Indien im Wasser gefunden, wo die Narde [Spikenard] wächst. Sie riechen nach Gewürz und Spezerei, sehr gut und stark, denn das Tier frisst Narden. Und sie werden gesammelt und aufgelesen zur Sommerzeit, wenn das Wasser niedrig steht, und werden auch gefunden an den Gestaden des Meeres Aizum. Ihre Farbe neigt sich zum Weissen, und beide sind gut und fett; aber diejenigen in Babylonien sind schwarz, kleiner und weniger schmackhaft. Wenn das Haus mit ihnen beräuchert wird, empfindet man ihren Geschmack wie den des Bibergeils (Castoreum).
Serapio im Buch der Sammlung, Kapitel Ostracorum: Blacte bisantie sind aus den Klauen der Ostracori, und sind Deckelchen oder Häuslein, mit welchen sie bedeckt werden in ihren Löchern; und die besseren sind die, die sich ins Weisse ziehen und wohlriechend sind, welcher Geruch ein wenig an den Geruch von Bibergeil heranreicht.
Wirkung
Galenus, Kapitel Ostracori: Wenn Blacte bisantia mit Essig im Trank genommen wird, so öffnet und reinigt es die Milz. Und wenn mit ihnen die Frauen beräuchert werden, deren Gebärmutter verstopft ist, dann hilft ihnen das; und der Rauch treibt die Nachgeburt heraus. Wenn damit jemand beräuchert wird, der die Fallsucht [Epilepsie] hat, so weckt es ihn auf.
Landtiere, 12. Kapitel
