Grillus [Grille]

Der Grillus wird mit Ameisen gefangen: Wenn man Ameisen, mit Haaren umwickelt, in sein Loch wirft, so wird er von den Ameisen gepackt und herausgezogen.

Isidorus: Der Grillus hat seinen Namen vom Klang seiner Stimme. Er geht rückwärts, höhlt das Erdreich aus und zirpt bei Nacht. Er wird mit Ameisen gefangen: Wenn man Ameisen, mit Haaren umwickelt, in sein Loch wirft, aus dem zuvor der Staub geblasen wurde, damit er sich nicht verbergen kann, so wird er von den Ameisen gepackt und herausgezogen.

Wirkung

Plinius: Der Grillus hilft gegen eiternde Ohren, wenn er mit seiner Erde ausgegraben wird.
Grosse Macht und Herrlichkeit schreibt Nigidius dem Tier zu, und die Magier eine noch grössere; gegen schmerzende Ohren sind die Grillen gut, wenn man sie darauf streicht.
Derselbe sagt auch, dass man sie, wenn sie mit der Erde ausgegraben werden, als Salbe über die Kröpfe und Drüsenschwellungen streichen soll.
Dazu dient die Grille, mit heissem Wasser gewaschen und eingenommen, gegen Blasen- und Nierensteine und wenn die Blase wehtut.
Weiter öffnet die Asche der gebrannten Grillen mit Öl die Eiterbeulen und Geschwüre.

Landtiere, 70. Kapitel

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