Hircus, ein Bock [Ziegenbock]

Das Bocksblut hat so grosse Kraft, dass die scharfen Eisen damit geschärft werden oder gehärtet und von ihrer Grobheit mehr gereinigt werden als mit einer Feile.

Aus dem Buch der Natur: Ein Bock ist ein beherztes und streitbares, starkes Tier; in seiner Stirn und seinen Hörnern hat er sehr grosse Stärke.
Isidorus: Der Bock ist ein triebhaftes Tier, dessen Augen um der Unkeuschheit willen schielen. Seine Natur ist so hitzig, dass der Diamant (den weder Feuer noch Eisen zähmen und bewältigen mögen) allein mit des Bocks Blut zerbricht.
Auctor: Der Bock ist auch ein stinkendes Tier, wie Isaak sagt; wenn er gegessen wird, macht er böseres Blut als eine Geiss.

Wirkung

Plinius: Das Bocksblut hat so grosse Kraft, dass die scharfen Eisen damit geschärft werden oder gehärtet und von ihrer Grobheit mehr gereinigt werden als mit einer Feile.
Avicenna: Das Bockfleisch ist ganz böse und bringt das Viertagefieber. Sein Blut macht die heissen Geschwüre rasch reif. Man braucht es, wenn es geronnen ist. Wird es getrunken, dann bricht es den Nierenstein. Gebacken oder mit Wein getrunken, dient es gegen die Verletzungen giftiger Pfeile und Geschütze.
Die Galle des wilden Bocks ist ein Theriak und wirkt gegen giftige Bisse.
Isaak: Das warme Bocksblut aufgestrichen stillt die bösen Wunden und Verletzungen und heilt die Stiche der Spinnen.
Plinius: Das Bock- oder Geissblut mit dem Mark hilft den Wassersüchtigen, besonders wenn der Bock mit Mastix gefüttert wird.

Landtiere, 74. Kapitel

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