Cocodrillus [Krokodil]

Der Cocodrillus hat allein unter allen Tieren keine Zunge. Er ist kräftig und furchtbar. Nur das kleine Vöglein Cusphillos kann ihn mit einer List besiegen.

Isidorus: Der Cocodrillus ist ein vierfüssiges Tier, das auf dem Land und im Wasser lebt. Er ist bis zu 20 Ellen lang und hat sehr kräftige Zähne und Klauen der Füsse.
Plinius: Der Cocodrillus hat allein unter allen Tieren keine Zunge. Mit seinem Oberkiefer gibt er einen giftigen Biss. Er hat grausame Zähne wie eine Säge und Arme wie ein Wildschwein. Kein Tier wächst so stark, denn er wächst, solange er lebt.

Er ist ein sehr gefrässiges Tier. Wenn es voll ist, so liegt er am Ufer und es stösst ihm die Fülle auf. Dann kommt das Vöglein Cusphillos [Trochilus], das fliegt vor sein Maul. Das treibt es so oft, bis es sein Maul öffnet und den Vogel hineingehen lässt. Und wenn ihn dieses Vöglein mit den Krallen kitzelt, so entschläft er alsbald. Wenn dann das Vöglein merkt, dass der Cocodrillus schläft, wischt es alsbald in seinen Leib, und wie ein Pfeil durchsticht es ihn schnell und durchnagt ihn im Leib.

Wirkung

Plinius sagt, dass aus dem Kot des Cocodrillus eine Salbe gemacht wird. Wenn damit das Angesicht der Frauen gesalbt wird, die alt und runzelig sind, so wird dieses wieder jung – für eine Zeit lang oder solange sie leben.

Landtiere, 44. Kapitel

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