Elephas, ein Elefant
Elefanten haben keine Gelenke in den Beinen. Darum haben die Jäger eine besondere Art gefunden, die Elefanten zu fangen.
Aristoteles: Ein Elefant wird bald zahm und ist gehorsamer und züchtiger als alle anderen Tiere. Darum wird er unterwiesen, die Könige anzubeten.
Aus dem Buch der Natur: Die Elefanten haben keine Begierde, aber zur Zeit, wenn sie Junge machen wollen, gehen sie gegen Orient, nahe zum Paradies. Da finden sie Mandragora [Alraune]. Davon fressen Weiblein und Männlein, und danach kommen sie zusammen, so empfängt das Weibchen. Für die Geburt geht es in das Wasser bis zur Brust und gebiert im Wasser wegen dem Drachen, der ihm nachstellt. Wenn sie außerhalb des Wassers gebiert, so verschluckt sie ihre eigene Frucht. Das Männchen weicht auch nicht von ihr, wenn sie gebiert, wegen der Schlange, die auch ihr Feind ist wie der Drache. Sie leben dreihundert Jahre.
Aus dem Buch der Natur: Wenn die Elefanten fallen, können sie nicht wieder von selbst aufstehen, denn sie haben feste Beine ohne Gelenke. Darum können sie die Beine und Kniescheiben nicht biegen. Ihre Beine sind dick wie ein Baumstamm von unten an bis zum Bauch, aber die Füsse sind rund wie ein Apfel.
Plinius: Der Elefant hat eine harte Haut am Rücken, am Bauch ist er weich. Inwendig ist er wie eine Sau, und er hat eine lange Nase.
Actor: Die Elefanten haben in den Kniescheiben kein Gelenk. Wenn sie schlafen, legen sie sich nicht hin, sondern sie lehnen sich an die grossen Bäume, wenn sie sehr müde sind. Und wenn die Jäger dies bemerken, so fällen sie diese Bäume, so werden sie gefangen.
Wirkung
Isidor: Das Blut des Elefanten, besonders der Männchen, stillt den Fluss des Hirns. Und vom Rauch aus den Klauen und Haaren des Elefanten werden alle giftigen Tiere verjagt.
Avicenna: Wenn man aus dem Schmalz eines Elefanten eine Salbe macht, vertreibt es die giftigen Dinge. Macht man daraus Rauch und sitzt darüber, verhütet das die Empfängnis.
Wenn man mit dem Kot des Elefanten Rauch macht und den Bauch wärmt, dann hilft das gegen Fieber. Wenn er mit Wolle vermischt der Frau gegeben wird, so empfängt sie nicht.
