Amphisbaena und Armena

Die Schlange Armena tötet nicht nur mit ihrem Biss, sondern mit dem Blick und ihrem Zischen. Jedes Tier, das sie beisst, das zerspringt, und wenn ein Tier sich ihr naht, dann stirbt es.

Isidorus sagt: Amphisbaena ist also genannt, weil sie zwei Köpfe hat, einen am richtigen Ort, den anderen am Schwanz, und sie läuft auf beiden Häuptern, den Leib kreisförmig herumziehend. Diese Schlange liebt die Kälte, sie geht als erste ins Freie. Lucanus sagt: Die schwere Amphisbaena, die zwei Häupter hat, kommt auch herbei; ihre Augen leuchten wie ein Licht.
Plinius (Buch 8): Amphisbaena hat ein doppeltes Haupt, das heisst am Kopf und am Schwanz, gleich als wäre es nicht genug, dass sie mit einem Mund das Gift ausgiesse.
Jorath: Amphisbaena, die Schlange, liebt die Kälte. Sie behütet sorgfältig ihre Eier, wenn sie schläft. Denn wenn ihr einer Teil schläft, so wacht der andere. Und wenn sie über den Weg geht, bewegt sie zwei Köpfe; zuerst geht sie mit dem vorderen, dann mit dem hinteren, auf dem Bauch verschränkt liegend. Eine andere Form ist die, die auf den Fersen und dem Schwanz geht.
Avicenna: Armena ist eine Schlange, die hat sehr viele gemeinsam mit der Schlange Regulus [Basilisk], denn sie tötet nicht nur mit ihrem Biss, sondern mit dem Blick und ihrem Zischen. Jedes Tier, das sie beisst, das zerspringt, und wenn ein Tier sich ihr naht, dann stirbt es. Aber man sagt, dass es in der Grösse einen Unterschied zum Regulus habe, denn es heisst, dass sie anderthalb Ellenbogen lang sei. Und man sagt, dass gegen ihren Biss nichts helfe. Wenn aber etwas helfe, so sind das Mohnsamen und Bibergeil, das habe sich schon oft bewährt.

Landtiere, 9. Kapitel

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