Coluber
Die Haut, die die Schlange Coluber ablegt, in Öl gekocht, sänftigt wunderbar das Ohrenweh.
Isidorus schreibt: Coluber ist so genannt, weil sie im Schatten wohnt, oder weil sie in die schlüpfrigen Gänge und Löcher läuft mit krummem Gang. Denn «schlüpfrig» heisst alles, das einem entfällt, wenn man es hält, wie ein Fisch oder Schlangen. Ambrosius: Die Coluber flieht vor dem Hirschen und tötet den Löwen.
Physiologus: Die Haut, die der Coluber ablegt, in Öl gekocht, sänftigt wunderbar das Ohrenweh. Der Autor spricht vom Coluber, dass insbesondere wahr ist, was von den Schlangen im Allgemeinen gesagt wird: Wenn sie die Haut abstreifen will, geht sie durch ein enges Loch eines Felsens und legt so ihr Alter ab. Aber zuvor fastet sie und macht ihren Leib klein, damit sie für das Loch geschickter werde. Sie ist lang wie ein Aal, kriecht einher und zischt; wenn Leute an ihr vorbeigehen ist sie aufsässig, wenn sie beisst gibt sie mit der Zunge das Gift.
Wirkung
Plinius spricht im 30. Buch: Wider das Krötengift hilft die Schlange, die im Wasser lebt. Deren Galle oder Schmalz haben jene bei sich, die die Krokodile fangen oder jagen, und sie sagen, dass ihnen davon ganz wunderbar geholfen werde. Idris (sagen die Griechen) sei eine Schlange, die im Wasser lebt.
Dioskurides: Die Haut des Colubers, in Wein gekocht, dient gegen das Zahnweh und ist auch eine Hilfe für die Augen.
Landtiere, 43. Kapitel
