Cuniculus, ein Küngel [Kaninchen]

Nachts frisst das Kaninchen die Trauben und das Getreide, am Morgen geht es aber in sein Loch und füllt seinen Mund voll Erde, damit es nicht gefunden wird.

Isidorus: Cuniculi ist ein Geschlecht der wilden Tierlein wie die Hündlein, also genannt, weil sie von der Hundespur gefangen werden.
Plinius: Es ist ein Geschlecht der Hasen, die in Spanien Küngel heissen. Varro spricht, dass in Spanien ein Städtlein von den Kaninchen umgegraben wurde. Sie sind sehr fruchtbar und bringen grossen Hunger über die Inseln vor Spanien, wenn sie die Ernte verderben. Es wird berichtet, dass die dortigen Einwohner vom Kaiser Augustus Hilfe begehrt haben gegen die Tierlein.
Aus dem Buch der Natur: Cuniculus ist ein Tierlein kleiner als ein Hase, doch an der Form, Farbe und Gestalt ihm gleich. Das Tier gräbt in das Erdreich Löcher zu seiner Wohnung, und nachts frisst es die Trauben und das Getreide, am Morgen geht es aber in sein Loch und füllt seinen Mund voll Erde, damit die Menschen, die am Tag dorthin kommen, die Wohnung nicht finden. Und wo sie wohnen, da werden es schnell sehr viele, denn sie gebären im Jahr mehrmals. Und wenn Tiere krank werden, so verlassen sie sie und haben kein Mitleid mit ihren Gesellen. Die Kaninchen machen es hinterrücks [paaren sich nach hinten], denn das Glied der Geburt ist bei ihnen umgekehrt.

Wirkung

Isaak spricht: Das Kaninchen hat die Kraft zu öffnen, und eigentlich stärkt es auch den Magen und entlastet den Bauch. Es wirkt harntreibend und ist denen auch nützlich, die mit den bösen Blattern beschwert sind.

Landtiere, 45. Kapitel

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