Glandosa und Gnatrix
Wer die Schlange Glandosa totschlägt, dessen Geruch wird faulig stinken, und er verliert jeden anderen Geschmackssinn ausser diesem.
Constantinus schreibt: Glandosa ist eine Schlange, deren Biss Fäulnis verursacht und von der ein böser, giftiger Gestank ausgeht. Etliche sagen aber, dass sie den Füssen, die über sie hinweggehen, die Haut abzieht, woraus ein Geschwür am Bein entsteht. Und die Hand dessen, der Medizin oder Rat anwendet, lässt ebenfalls die Haut abgehen. Wer aber diese Schlange totschlägt, dessen Geruch wird faulig stinken, und er verliert jeden anderen Geschmackssinn ausser diesem. Das Anzeichen ihres Bisses ist, dass an der Stelle ein rotes Geschwür folgt und eine Blässe die Glieder umgibt; bisweilen läuft das Blut oben reichlich heraus wie Wasser, und der Gebissene leidet Schmerzen oben in der Magengrube.
Isidorus: Gnatrix ist eine Schlange, die das Wasser vergiftet, von welcher Lucan spricht: Gnatrix ist ein Zerstörer des Wassers.
Landtiere, 69. Kapitel
