Heritius, ein Igel

Der Igel sammelt die Früchte mit seinen Rückendornen. Wenn ihm etwas von der Speise entfällt, so wirft er das Übrige auch ab und füllt die Dornen von neuem.

Aristoteles: Heritius ist ein stechendes Tier, das Löcher im Erdreich entgegen dem Wind macht.
Plinius im 8. Buch: Mit seiner Haut macht man die Bücher schön.
Isidorus: Heritius ist ein stechendes Tier, das daher den Namen hat, dass er sich hart macht, wenn er die Stacheln aufstellt und sich verschliesst und so gegen alle Angriffe geschützt ist. Denn sobald er etwas empfindet, macht er sich zuerst hart und verkehrt sich zu einer Kugel und versammelt seine Waffen. Und also mit der stechenden Decke wird er beschirmt, dass er nicht angerührt werden kann.
Jorath: Der Igel sammelt die Früchte mit seinen Rückendornen. Wenn ihm etwas von der Speise entfällt, so wirft er das Übrige auch ab und füllt die Dornen von neuem. Der Wolf fürchtet den Igel sehr.

Wirkung

Avicenna: Vom Igel gibt es zwei Geschlechter. Eines ist irdisch, das hat spitze, scharfe Stacheln, und das andere ist im Meer und gehört zu den Fischen, von diesem wird im Fischbuch berichtet. Deren beider Asche ist reinigend und auflösend, schärfend und trocknend.
Das Schmalz des Igels hält den Ausfluss auf, dass er nicht zu den Gliedern kommt. Desgleichen auch seine Leber.
Aus dem Buch der Natur: Des Igels Fleisch hat Kraft zu trocknen und aufzulösen, und eigentlich stärkt es den Magen und leert den Bauch, macht harnen und ist gut für jene, die zur Aussätzigkeit und zu bösen Blattern geneigt sind.

Landtiere, 71. Kapitel

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