Mus, eine Maus
Mäusekot dient gegen den Haarausfall, besonders wenn er gebrannt und mit Zwiebeln aufgelegt wird. Mit Weihrauch und Honigwasser getrunken, zerbricht er den Blasenstein.
Aus dem Buch der Natur: Eine Maus ist ein Tierchen, das gierig auf Brot ist und auf die Dinge, die von den Früchten zum Nutzen der Menschen kommen.
Plinius: Es gibt viele Geschlechter der Mäuse im Land Cyrenaica. Ein Teil mit einer breiten Stirn, etliche mit einer spitzen; die anderen sind vom Geschlecht der Igel mit stechenden Haaren [Stachelmäuse]. Im Orient sind Mäuse gross wie Füchse, die andere Tiere töten, ausser die Menschen, die sie nur mit ihrem Biss schädigen. In Arabien wird eine grosse Maus gefunden, deren Vorderfüsse sind gross und breit wie eine Hand, und die hinteren wie ein Finger [Springmäuse].
Wirkung
Plinius sagt: Der Saft des Krauts Cameleon, mit Wasser und Öl vermischt, zieht die Mäuse an und tötet sie, es sei denn, dass sie rasch Wasser trinken. Der Rauch des Eibenbaumholzes tötet die Mäuse. Nieswurz und Mehl vermischt tötet die Mäuse. Das Kraut Aconitum (Eisenhut) vertreibt mit seinem Geruch die Mäuse.
Rhazes: Die Mäuse fliehen vom Haus, wenn man es mit Kupfervitriol beräuchert.
Avicenna: Squilla [Meerzwiebel] wird Mäusezwiebel genannt, denn sie tötet die Mäuse. Ebenso tötet Quecksilber die Mäuse.
Das Mäuseblut vertreibt die Warzen. Mäusekot dient gegen den Haarausfall, besonders wenn er gebrannt und mit Zwiebeln aufgelegt wird. Mit Weihrauch und Honigwasser getrunken, zerbricht er den Blasenstein. Wenn man ihn mit Wasser kocht und die Leute darin sitzen lässt, die nur schwer Urin lassen, hilft es ihnen sehr.
Landtiere, 99. Kapitel
