Pader, Parias und Prester
Wenn die Schlange Pader einen Menschen in den Fuss sticht, so steigt das Gift rasch auf und wenn es das Herz trifft, so fällt der Mensch nieder und stirbt. Wenn man ihn an den Füssen aufhängt, dann überlebt er.
Aus dem Buch der Natur: Pader ist eine Schlange in deutschen Landen, in der Dicke eines menschlichen Arms, und sie hat am Bauch eine grüngoldene Farbe. Wenn sie jemanden anhaucht, ist das so schädlich, dass, wenn du eine frisch geschlagene Rute zu ihrem Mund hältst, sie die Rinde mit ihrem Atem aufblähen lässt mit bitteren Atem wie Galle.
Auch wenn du ein blankes Schwert an ihren Mund hältst, so vergiftet sie es, und das Gift läuft bis zum Heft des Schwertes. Wenn sie einen Menschen in den Fuss sticht, so läuft das Gift rasch zu den anderen Gliedern; das kommt von der grossen Hitze der Schlange, deren Natur wie das Feuer ist, das immer nach oben steigt. Wenn es aber aufsteigt und das Herz trifft, so fällt der Mensch nieder und stirbt. Und dafür gibt es eine Arznei und Hilfe: dass der Mensch, dem so in einen Fuss gestochen wurde, aufgehängt werde an den Füssen, den Kopf nach unten gekehrt. So kann das Gift nicht nach oben steigen; aber unten schneidet man die Wunde aus und heilt das zu mit anderer Arznei.
Isidorus: Parias ist eine Schlange, die immer auf dem Schwanz geht und Furchen auf der Erde macht. Prester ist eine Schlange, die immer mit offenem, riechendem Mund läuft. Wen sie sticht, der wird ganz bleich und stirbt, während sich sein Leib stark aufschwillt; und wenn er so geschwollen ist, so folgt ihm die Fäulnis nach.
Alexander: Prester ist eine Schlange, die Rauch von sich gibt, und von ihren Bissen bringt sie dem Menschen eine Geschwulst, sodass man die menschliche Gestalt gar nicht mehr erkennt.
Landtiere, 121. Kapitel
