Rana, ein Frosch

Eine Suppe von Fröschen, die in Öl und Salz gekocht werden, hilft gegen Nackenstarre.

Isidorus: Ein Frosch ist von seinem Geschrei «Rana» genannt, darum, weil er bei den Pfützen, wo er geboren ist, schreit und ein ungestümes Geschrei mit der Stimme macht. Aus dem Buch der Natur: Das Meer hat Frösche, die Flügel haben, und ein jeder Fisch ernährt seine Jungen, ausser der Frosch.
Isidorus: Die einen Frösche wohnen im Wasser, andere in den Pfützen. Die dritten heissen Rubete [Kröten], weil sie in den Hecken wohnen, und sie sind grösser als die anderen. Die vierten heissen Calamite, weil sie im Röhricht und langen Gras leben; sie sind die kleinsten unter ihnen allen und ganz grün, und sie schreien nicht, sondern sind stumm und heissen Laubfrösche.
Aus dem Buch der Natur: Der Frosch ist ein Wurm, etwa grünfarbig, aber es gibt auch rote, das sind die bösesten unter allen. Er ist geschwätzig und ungestüm mit seinem Geschrei. Im August kann er seinen Mund nicht mehr öffnen, um keinerlei Speise oder Trankes willen. Und wenn du das mit der Hand oder einem Stock versuchst, so magst du ihn doch nur kümmerlich öffnen.

Wirkung

Plinius sagt, dass des Frosches Leber giftig sei. Ebenso, wenn man die Frösche lebendig in einem Topf verbrennt, so macht ihre Asche, mit Honig vermengt, dass das Haar ausfällt. Noch besser ist es mit weichem Pech. Die Brühe von gesottenen Fröschen stillt den Husten. Die Würmer, die im Menschen wachsen, lassen sich von der Galle der Frösche vertreiben. Die Asche der Froschgalle hilft gegen Fieber. Eine Suppe von Fröschen, die in Öl und Salz gekocht werden, hilft gegen Nackenstarre. Avicenna: Legt man die Asche von den Fröschen eine blutende Wunde, so stillt das die Blutung. Dies hilft auch bei Geschwüren der Gelenkglieder.
Man sagt, dass ein Frosch, mit Salz und Öl gekocht und gegessen, eine Hilfe gegen den Aussatz und gegen giftige Würmer sei. Wenn man einen Wasserfrosch kocht und dann den Mund damit wäscht, ist es gut gegen das Zahnweh. Der Leib eines Steinfrosches, und eigentlich seine Fettigkeit, macht die Zähne leicht ausfallen. Auch bei den Tieren fallen so die Zähne aus.

Landtiere, 122. Kapitel

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